Ortsverband Verl
"Die Liberalen"
FDP Ortsverband Verl

Erinnerungskultur


FDP-Fraktion


Verl, den 17. Januar 2017

Begründung:


Das Ende des 2. Weltkrieges jährt sich in diesem Jahr zum 72. Mal. Der Verler Heimatverein hat mit einer Ausstellung und einer Veranstaltung zum „Kriegsende in Verl“ dem Ereignis zum 70. Jahrestag bereits vorbildlich Rechnung getragen.

Die Anzahl noch lebender Zeitzeugen wird aus verständlichen Gründen zunehmend geringer. Eine regionale Geschichtskultur sollte Erinnerungen lebendig halten. Dazu bieten sich auch Aufzeichnungen mit Ton und bewegten Bildern an. Das Stadtarchiv Schloß Holte-Stukenbrock hat bereits wesentliche Zeitzeugen der Dorfgeschichte erfolgreich filmisch in Szene gesetzt und damit ein einzigartiges Dokument geschaffen.

Hiermit wird die Verwaltung aufgefordert, in möglicher Absprache und Zusammenarbeit mit dem Verler Heimatverein, die Erstellung eines solchen filmischen Dokuments zu prüfen, um damit den jüngeren Generationen  ein lebendiges und anschauliches Beispiel Verler Ereignis- und Mentalitätsgeschichte zu überlassen, was sich auch im Geschichtsunterricht an den Verler Schulen sinnvoll einsetzen ließe.

Für den Haushaltsentwurf wurde bereits ein Antrag zur sogenannten „Erinnerungskultur“ gestellt und vom Rat positiv verabschiedet. Leider ist die Umsetzung dieses Antrages noch nicht vollzogen. Ebenso ist eine Übertragung dieses Antrages im Haushaltsentwurf 2017 nicht vorhanden, so dass hier erneut der Antrag aus dem Haushaltsjahr 2016 gestellt wird.

Neben dem möglichen Kooperationspartner des Verler Heimatvereins wäre auch die Zusammenarbeit mit einer Stiftung denkbar, die sich den „Einsatz gegen das Vergessen“ zur Aufgabe gemacht hat, zum Beispiel die sogenannte „Israel-Stiftung“. Vorbild und Anregung bietet bei diesem Projekt die Nachbargemeinde Schloß Holte-Stukenbrock. Hier wurden bereits fünf „Zeitzeugenfilme“ erstellt. Der letzte Film über den 91 jährigen Werner Busch, den Gründer der Dokumentationsstätte Stalag 326, wurde im September 2016 fertiggestellt. Die Verler Zeitzeugen zur Kriegs- und Nachkriegsgeschichte werden weniger. Kommt es nicht bald zur Umsetzung des Projekts, wird der Stadt ein Teil des kollektiven Gedächtnisses für immer verloren gehen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Ulrich Klotz, Fraktionsvorsitzender                                      Jan Böttcher, Ratsherr



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